Leseprobe:
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Anna
Voll stolzer Ruhe geht sie ihren Weg,
doch jeder Schritt trägt auch ein Stückchen weit
die leise Qual, das stete Sakrileg,
das man ihr mitgab schon vor langer Zeit.
Dort wo sie auftritt ist es niemals laut,
und nur ganz selten dringt aus ihrer Brust,
ein Wort des Leids. Was sie dir anvertraut,
gräbt sich auf ihrer Stirn ganz unbewusst
den Pfad, zu dem nur ihr bekannten Ort,
was sie da fühlen möchte, mag man bloss
ganz leise ahnen und, für einmal dort,
als Schweigen bleiben über stillem Schoss
Text (c) 2006 Marcel Pörtner
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